Unter der Gesamtverantwortung der HRS als Projektentwicklerin, Investorin und Totalunternehmerin schreiten die Arbeiten an Fundation und Baugrube zügig voran. Die Ribi + Blum AG verantwortet die Planung und Begleitung des Tragwerks inklusive einer komplexen Pfahlfundation: insgesamt 61 Grossbohrpfähle wurden hierfür projektiert. Die Pfähle erreichen Tiefen bis zu 28 Metern und werden direkt ab Oberkante Terrain mit einer etwa 8 Meter tiefen Leerbohrung erstellt. Sie dienen sowohl als Druck- wie auch als Zugpfähle, um die hohen statischen Anforderungen des Projekts sicher abzutragen.
Um die Dimensionierung der Fundation optimal festzulegen, wurden vorgängig Probepfähle mit Längen von 30, 38 und 48 Metern hergestellt und mittels dynamischer Pfahlbelastungsversuche (PDA) geprüft. Ergänzt durch geologisch begleitete Bohrungen lieferten diese Tests wertvolle Erkenntnisse über den Baugrund. Die maximale technisch übliche Bohrtiefe im DACH-Raum liegt bei rund 50 Metern, womit die Erkundungen bis an die Grenzen des Machbaren gingen.
Die Pfähle werden im Kellybohrverfahren erstellt. Aufgrund des hoch anstehenden Grundwassers erfolgt ein Grossteil der Arbeiten unterhalb des Grundwasserspiegels, was höchste technische Sorgfalt erfordert. Ende November sind bereits 39 Pfähle erfolgreich ausgeführt.
Der hohe Grundwasserspiegel mit ca. 6 m über der Baugrubensohle macht ein kontrolliertes Fluten der Baugrube und des Tragwerks im Bauzustand notwendig. Die Baugrube ist durch geschlossene, rückverankerte Spundwände gesichert; das Grundwasser wird über Filterbrunnen abgesenkt. Die Lage am Giessen-Bach macht eine besonders koordinierte Etappierung sowie zusätzliche Innenspriessung nötig.
Die Pfahlfundation wird voraussichtlich Mitte Januar 2026 fertiggestellt sein, die gesamte Baugrube Mitte Mai 2026.